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03.
Juni
2020

Ist eine Zukunft im lokalen Gewerbe „umdenkbar“?

Der Einzelhandel ist längst zurück, das Handwerk läuft allmählich wieder im Normalbetrieb und auch Dienstleister bedienen ihre Kunden wieder in gewohnter Manier. Alles im Lot also im lokalen Gewerbe? Je mehr sich der Nebel der Corona-Krise lichtet, umso deutlicher zeigt sich, wie nachhaltig die Veränderungen der Pandemie ausfallen: Online-Shopping hat an Bedeutung noch einmal sprunghaft zugelegt, die Kaufkraft wird sich möglicherweise erst in Jahren erholt haben und wie sich die Baukonjunktur entwickelt, erscheint zumindest ungewiss.

Veränderungsdruck im lokalen Gewerbe

Joachim Stelzer, CEO der Brandad Systems AG, findet mahnende Worte für die lokalen Gewerbetreibenden: „Wer sich in einer beispiellosen Krise auf die Erfolgsmuster der Vergangenheit verlässt, setzt sein Unternehmen aufs Spiel!“

Doch Stelzer warnt nicht nur vor Untätigkeit, sondern bietet den Betrieben auch Unterstützung an: „Jede Krise eröffnet auch neue Chancen. Wir haben zum umdenk.bar Hackathon eingeladen, um Ansätze und Impulse zu erarbeiten, welche Wege lokale Unternehmer jetzt gehen können, um nicht nur zu überleben, sondern ihr Geschäft nachhaltig neu aufzustellen“.

Breites Spektrum möglicher Innovationen

Mit 11 eingereichten Herausforderungen und fast 100 Anmeldungen startete der zwölfstündige Hackathon, am Ende fanden sich sieben Teams, die Konzepte für innovative Ansätze fürs lokale Gewerbe einreichten. „Wir waren überwältigt vom riesigen Spektrum an Ideen“ zeigt sich Stelzer begeistert. „Von einer App, die Azubis und Handwerker zusammenbringt bis hin zum Konzept zur Integration lokaler Lieferdienste in ein Multi-Channel-Ladenkonzept haben die Teams tolle Ideen entwickelt!“

Siegerteam verbindet Querdenker und Ladenbesitzer

Diese Vielfalt hat es dann der vierköpfigen Jury auch nicht leicht gemacht, ein Sieger-Team des Hackathons zu küren. „Mit einer Nasenlänge Vorsprung hat das Rennen dann das Konzept einer Hamburger WG gemacht, das Kiez-Läden und junge, kreative Geister als Mentoren und Ideengeber an einen Tisch bringt“ erläutert Susann Mürling, eine der vier Jurorinnen. „Wir werden die prämierte Idee nun mit einem individuellen Paket unterstützen, fördern und versuchen, das Konzept auch auf andere Regionen zu übertragen“ so Mürling.

Enttäuschendes Engagement lokaler Unternehmer

Ein durchweg positives Fazit also? Was den Spirit des Hackathons und die Ergebnisse betrifft, scheint das der Fall zu sein. Doch ein Wehrmutstropfen bleibt: „Wir hatten eine tolle Resonanz von vielen kreativen Köpfen aus IT, Marketing und Beratung. Wir hätten uns aber eine deutlich stärkere Beteiligung seitens der lokalen Gewerbetreibenden gewünscht“ räumt Stelzer ein und zeigt sich „skeptisch, ob der Großteil der Unternehmer vor Ort schon verstanden hat, dass er sich dringend selbst hinterfragen muss, um überleben zu können“.

BRANDAD Systems AG
Gebhardtstraße 5
90762 Fürth

Telefon: +49 911 756658-0
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