Marketing, Menschen bei BRANDAD Systems

„Aber ich bin doch keine Marke!“ – warum Personal Branding trotzdem wichtig ist (2/2)

Storytelling und Personal Branding spielen große Rollen in unserer Unternehmenskommunikation – warum wir das für sinnvoll erachten, kannst du in Teil 1 unserer kleinen Blogreihe nachlesen. In Teil 2 geht es darum, warum diese Themen auch für Angestellte relevant sind, dass eine Personenmarke nicht unbedingt eine eigene Modelinie braucht und um das, was die Menschen hinter deinem Rücken über dich sagen.

Werde zum Helden deiner Geschichte!
08. Dezember 2021

geschrieben von:

Link zu Teil 1

Werde zur Heldin oder zum Held deiner eigenen Story

Je mehr wir Menschen mit Themen und Geschichten verknüpfen und präsentieren, desto deutlicher tritt ihre Personal Brand, ihre Personenmarke zutage. Das heißt nicht, dass sie im zum Influencer werden und ihr eigenes Mode-Label gründen müssen; Personenmarken funktionieren auch sehr gut „im Kleinen“, und manchmal sogar, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Hast du dich schon mal irgendwo beworben? Eine gute Bewerbung hinterlässt Eindruck. Verknüpft dich mit nachhaltig mit deiner Expertise. Gehst du nach einem Bewerbungsgespräch aus dem Raum, reden die Menschen über dich – und wenn du vorab deine persönliche Marke gut aufgebaut und kommuniziert hast, weißt du auch ganz genau, worüber.

Jeff Bezos: „Deine Personal Brand ist, was andere über dich sagen, wenn du nicht anwesend bist.“

Warum auch du über dein Personal Branding nachdenken solltest

Viele Unternehmen gehen zurückhaltend mit den Personal Brands Ihrer Mitarbeitenden um. Sie fürchten: Wenn die Expertenschaft der eigenen Leute allzu publik wird, landen eben jene im Fadenkreuz von Headhuntern. Den Worst Case beschreibt ein fiktiver Dialog, der ohne Quellenangabe durchs Internet geistert ungefähr seit es Berufsbilder wie „Personal Growth Coach“ oder „Human Resource Developer“ gibt:

Fragt der CFO seinen CEO: Was passiert, wenn wir in Mitarbeiter investieren und die dann das Unternehmen verlassen?
Gegenfrage vom CEO: Was passiert, wenn wir es nicht tun … und sie blieben?

Klar steigert eine scharfe Positionierung und nach außen getragene Expertise den Marktwert einer Person. Wenn aber die größte Sorge in einem Unternehmen ist, dass die Leute davonlaufen, sobald man sie wertschätzt (im wahrsten Sinne des Wortes), dann schlummern da noch ganz andere Probleme. Umgekehrt würde das ja bedeuten, dass Angestellte absichtlich kleingehalten und möglichst nicht weitergebildet werden, damit sie ja nirgends auf dem Radar auftauchen. Dass dabei eine Menge an Potenzial verschenkt wird, brauche ich hoffentlich nicht weiter auszuführen.

Hast du ein Thema, für das du eine Leidenschaft empfindest? In das du viel mehr Zeit versenkt hast als irgendwer um dich herum? Für das du absolut brennst? Dann gibt es noch einen triftigen Grund, dich damit in die Öffentlichkeit zu wagen: Nur so bietest du Gleichgesinnten die Chance, sich mit dir zu vernetzen. Logisch: Wie sonst sollte die Welt von deiner Leidenschaft erfahren? Genau das ist die Idee hinter der „Working out Loud“-Bewegung: Alle reden offen über ihre Projekte, um Austausch zu genau den Themen zu provozieren, mit denen sie sich tagtäglich beschäftigen. Sichtbar zu werden, ist also nicht nur gut fürs eigene Ego, sondern vor allem wirst du damit ansprechbar zu exakt den Themen, zu denen du angesprochen werden willst.

Ausblick: Personal BRANDAD

Wir bei BRANDAD Systems wollen künftig noch viel mehr schöne Geschichten erzählen. Deshalb haben wir 2021 im Haus ein Personal-Branding-Programm gestartet. Jede Kollegin und jeder Kollege erhält darüber die Gelegenheit, ein eigenes Branding zu entwickeln und nach außen sichtbar werden zu lassen. Nenn es Markenbotschafter, nenn es Corporate Influencer, nenn es Personenmarken oder nenn es ganz anders – uns kommt es hauptsächlich darauf an, dass die Menschen in unserem Unternehmen ihren Leidenschaften nachgehen und Andere dadurch inspirieren. Wir haben UX-Experten, Podcast-Evangelisten und HR-Begeisterte, Coding-Geeks, Feedback-Profis und Jazz-Controller. Eine bunte Mischung aus Themen und Leidenschaften, die uns als Unternehmen einzigartig macht – und diese Einzigartigkeit wollen wir weiter fordern und fördern. Indem wir den Kolleginnen und Kollegen Hilfestellung bei der Markenentwicklung anbieten und ihnen entsprechende Freiräume lassen. Ganz wichtig für uns: Hieran sind keine Bedingung geknüpft – und damit unterscheiden wir uns auch von dem typischen Corporate-Influencer-Programm, wie es heute bei vielen großen Unternehmen existiert: Wir wollen unsere Mitarbeitenden und deren vielfältige Expertise sichtbar werden lassen, und nicht ihre Social-Media-Kanäle für Unternehmensbotschaften missbrauchen.

Du willst das weiter mitverfolgen? Dann schau am besten bald mal wieder im Blog vorbei – oder folge uns auf Linkedin, dort tummeln sich die meisten unserer „Influencer“.

08. Dezember 2021

geschrieben von:

Jürgen Krauß
Jürgen Kauß

Über die Autorin oder den Autor:

Als Texter, Podcaster und Online-Marketer findet man Jürgen sowohl vor als auch hinter den Kulissen, wenn es um unsere Außenkommunikation geht. Der Beinahe-Digital-Native treibt außerdem die Themen Personal Branding und Corporate Influencing voran. Mehr über Jürgen.